Morgenland Festival Osnabrück

 

Das Morgenland Festival Osnabrück widmet sich seit seiner Gründung im Jahr 2005 durch den ehemaligen Festivalleiter Michael Dreyer den vielfältigen Musikkulturen des Nahen und Mittleren Ostens. Von traditioneller Musik bis zu Avantgarde, Jazz und Rock zeigte es den musikalischen Facettenreichtum einer Region, die im öffentlichen Bild häufig auf Krisen und Konflikte reduziert wird.

2026 übernimmt Shabnam Parvaresh die künstlerische Leitung des Morgenland Festival Osnabrück vom Festivalgründer und Intendanten Michael Dreyer und knüpft an dessen Vision an, Menschen durch Musik zusammenzubringen. Sie versteht das Festival als eine Bühne für die Musik von morgen – mit Mut zum Unbekannten und dem Wunsch, Zukunft gemeinsam zu gestalten. Das Festival schafft einen Raum der Resonanz, in dem sich Menschen begegnen, um im Dialog eine neue gemeinsame Sprache zu entwickeln. Dabei wird der Begriff Morgenland nicht mit einem geografischen Bezug verstanden, sondern als kreativer Impulsgeber für musikalische Neugier und Aufbruch.

Für ihr erstes Festival als künstlerische Leiterin legt sie den Schwerpunkt auf Stimmen der Diaspora: vielschichtige künstlerische Positionen, die Mehrfachzugehörigkeiten, Erinnerungen, Schmerz und Hoffnung sowie biografische Auf- und Umbrüche in ihrem Schaffen verarbeiten und zeigen, wie sich Veränderung und Disruption in kreative Kraft verwandeln lassen. Diese Positionen reflektieren auch Parvareshs eigenen Werdegang: 2013 verließ sie den Iran, um in Deutschland Musik zu studieren. Seitdem etablierte sie sich als freischaffende Künstlerin und Kuratorin.